Pfarrkiche St. Markus wird für die Zukunft gerüstet

Versöhnen schenkt Zukunft

Ist uns wirklich bewusst, wie schön doch die Pfarrkirche in Haimbach ist? Es sind verschiedene Bau– und Renovierungsabschnitte auszumachen, die sich sehr gut zu einem harmonischen Ganzen fügen. Die Kirche ist hell und freundlich, der Blick nach vorne zum Altar lässt die Nähe unseres Schöpfers erahnen. Nach hinten scheint der helle Haupteingang die Verbindung zwischen dem irdischen und himmlischen Leben darzustellen. Darüber ist der ganze Raum des Mittelschiffs mit einer Orgel der bekannten Orgelmanufaktur Kreienbrink ausgefüllt, die den ganzen Kirchenraum akustisch durchfluten kann. Demnächst wird ein Kirchenführer erscheinen, der sehr viel Neues aufdeckt. Darin schreibt der Verfasser:

"Die Haimbacher St. Markus-Kirche, die von der karolingischen Zeit her über die verschiedenen An- und Ausbauzeiten bis zum gegenwärtigen Zustand zurück verfolgt werden kann, darf durchaus als kultur- und architekturgeschichtliche Besonderheit betrachtet werden.“

Über diese Aussage dürfen wir uns freuen, wenn wir den daraus entstehenden Auftrag auch ernst nehmen, nämlich diese Besonderheit (Kirche) wie unseren Augapfel zu hüten und den Bedürfnissen und Erwartungen der Menschen in der jeweiligen Zeit immer wieder behutsam anzupassen. In Bezug auf diesen Auftrag haben wir aber dringenden Nachholbedarf!


Bei der teilweisen Erneuerung der Kirchenbänke und der Neugestaltung des Hauptportals im Glockenturm vor 5 Jahren mussten die alten Beichtstühle entfernt werden. Sie sollten durch einen modernen, begehbaren Beichtraum im linken Seitenschiff ersetzt werden. Bei der Umsetzung stellte sich aber heraus, dass viele Kompromisse in Bezug auf die Belichtung, den Warmluftaustritt der Heizung und generell dem Platzbedarf gemacht werden mussten. Das konnte nicht die Lösung sein, um das Sakrament der Beichte, Buße und Versöhnung in Würde zu spenden. Auch wenn viele Christen dieses Thema infrage stellen, so ist Versöhnung, und zwar eine ehrliche und offene Versöhnung ohne Bedingungen befreiend und schenkt Zukunft für ein friedvolles, harmonisches Zusammenleben. Ein mittelalterlicher, dunkler Beichtstuhl ist dafür kein angemessener Ort. Eine wunderbar helle und Licht durchflutete Kapelle ist es, in der sich Menschen wohl fühlen können und zarte Pflänzchen der Versöhnung wachsen und gedeihen.

Aus dieser Überzeugung heraus hat der heutige Sakristeiraum eine neue, Sinn stiftende Aufgabe bekommen. Es liegt uns sehr daran, dass hier eine Versöhnungskapelle oder eine Kapelle der Versöhnung für Beichte und Beichtgespräche, aber auch für Gebet und Eucharistie in kleinen Kreisen entstehen wird. Der vorhandene Marienaltar wird zukünftig Teil der Kapelle sein

 

Versöhnen schenkt Zukunft

Ein Aushängeschild in St. Markus ist die ungewöhnlich große Zahl von Messdienern. Etwa 80 MinistrantInnen sind abwechselnd im Einsatz und bei Hochfesten natürlich alle. Abgesehen davon, dass ja für alle ein Rochette vorhanden sein muss und entsprechender Platz in den Schränken, der Platz für die Messdiener selbst ist noch viel wichtiger. Wie kann man einem Jugendlichen klar machen, dass er selbst und sein Dienst auch für die Gemeinde wichtig sind, wenn man ihn dazu bei Wind und Wetter vor die Tür ins Freie schicken muss, weil in der Sakristei kein Platz ist.


Die Investition in und für die Jugend ist die Grundlage jeder auf Langfrist angelegten Gemeinschaft, sei es in einem Verein, oder auch in der Kirche. Wer die Jugend nicht mehr anspricht, ist eine Gemeinschaft in der Auflösung — alles nur noch eine Frage der Zeit!
Auch eine Toilette sucht man vergeblich in oder bei der Kirche. Eltern mit Kleinkindern, Gottesdienstbesucher nach längerer Anfahrt oder auch Ältere fühlen sich sicherer, wenn für alle Fälle eine Toilette zu Verfügung steht. Das hält manchen davon ab, regelmäßig nach Haimbach zum Gottesdienst zu gehen, andere Kirchen können das bereits bieten.

 



Sakristeianbau von SüdenIm vergangenen Winter gab es einige Beschwerden, dass es in der Kirche (zu) kalt gewesen sei. Die Temperatur war nicht nur gefühlt kälter, sondern auch gemessen niedriger. Der kalte Winter hatte die veraltete Heizungsanlage an ihre Grenzen gebracht.
Um diese Unzulänglichkeiten in und um unsere Pfarrkirche St. Markus zu beseitigen, haben Pfarrer Markus Schneider zusammen mit dem Verwaltungsrat und Architekt Harald Mathes aus Mittelrode in einer Planungsphase über nahezu fünf Jahre Notwendigkeiten diskutiert, Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und wieder verworfen, gegeneinander abgewogen und vergleichend bewertet. Wir haben mit der Bistumsleitung Vorschläge diskutiert und Maßnahmen anderer Pfarreien begutachtet.

Im November 2009 fand eine Pfarrversammlung statt und der Planungsstand wurde vorgestellt. Die anschließende Diskussion diente dazu, die Meinung der Pfarrgemeinde zu erfahren und zu berücksichtigen.


Jetzt, am Ende der Planungsphase und am Beginn der Umsetzung, sind wir alle froh und zufrieden, dass wir für alle Punkte eine ausgewogene und zukunftsfähige Lösung gefunden haben. Immer galt es für den Bedarf die optimale Lösung zu angemessenen Kosten zu finden. Das Neue sollte zeitlos und langlebig sein. Von Zeitgeist und Mode wollten wir uns nicht beeinflussen lassen.

 

Wie sehen die Lösungen aus?

Für die Sakristei und die Toiletten wurde der Flächenbedarf ermittelt und dann verschiedene Standorte und Gebäudetypen untersucht. Die Entscheidung fiel letztlich auf einen kubusförmigen Flachdachbau, der sich im Pfarrhof zwischen die alten Wehrmauern duckt. Die Außenfassade wird im Stil der alten Wehrmauern gestaltet, gleiches Sandsteinmaterial, nur mit neuen Techniken verarbeitet. Dort wo früher die Wirtschaftsgebäude der Pfarrer, Stall und Scheune, standen, wird bald die neue Sakristei stehen. Der Zugang zur Kirche erfolgt auf gleichem Niveau durch einen verglasten Übergang. Dazu wird die Wehrmauer zum Pfarrhof geöffnet und ein Zugang unter das vordere Seitenfenster in die Kirche geschaffen.



Sakristeianbau (Aufriss)Außen ist dieser Bereich der Kirche als Giebel ausgeführt. Das als Eingang in die Kirche zu nutzen, drängt sich geradezu auf. Wir freuen uns darauf, wenn der Priester mit den Messdienern zum ersten Mal wirklich in die Kirche einziehen werden und nicht mehr von der Seite direkt am Altar ankommen.


Die Toilette befindet sich neben der Sakristei im gleichen Gebäude und kann von der Kirche und auch von außen erreicht werden. Selbstverständlich wird sie behindertengerecht ausgeführt.

Auch bei der Heizungsanlage der Kirche war ein massiver Schnitt notwendig. Ein fast 50 Jahre alter, Öl befeuerter Warmluftkessel war zu ersetzen. Das neue System mit dezentral angeordneten Wärmetauschern ersetzt den alten Warmluftkessel. Die Wärmetauscher werden in ein Wärmenetz eingebunden, das unterirdisch alle Gebäude der Kirchengemeinde miteinander verbindet. Die Wärme wird im Pfarrheim zentral erzeugt und bereitstellt. Die weiteste Verbindung zwischen Pfarrheim und Kirche war bereits vor 17 Jahren beim Bau des Pfarrheims verlegt worden, die restlichen Gebäude werden jetzt noch durch vergleichsweise kurze Verbindungen angeschlossen. Hier wird nun endlich das vollendet, was bereits in 1993 begonnen wurde.

Weil die Warmluft, mit der die Kirche beheizt wird, jetzt unmittelbar vor dem Eintritt in den Kirchenraum erhitzt wird, kommt wärmere Luft in der Kirche an. Die Verluste werden geringer und die Heizung sparsamer. Sie macht sich dadurch über die Jahre selbst bezahlt. Zusätzlich wird die Umwelt geschont.

Der alte Heizöl-Erdtank der Kirchenheizung ist bereits still gelegt und entsorgt. Das ist tatsächlich eine Sorge weniger, weil der Erdtank mittlerweile sehr betagt war.

Die neue Kirchenheizung wird voraussichtlich Anfang November in Betrieb gehen, sodass in diesem Winter bereits wieder angenehmere Temperaturen in unserer Kirche sein werden. Die neue Sakristei soll im Mai / Juni 2011 eingerichtet und ihrer Bestimmung übergeben werden.

Wer die alte, also die jetzige Sakristei genauer kennt, der weiß, dass sie in zwei Schritten entstand. Der ursprüngliche Teil wurde in 1908 in Verbindung mit dem Bau des südlichen Seitenschiffs der Kirche errichtet und schließt die Ecke zwischen Seitenschiff und Altar.


Sie war relativ klein und wurde deshalb in 1986 durch einen angehängten zweiten Abschnitt erweitert. Dieser zweite Abschnitt einschließlich Treppe und Außeneingang soll jetzt wieder weggenommen werden, um den Originalzustand von 1908 wieder herzustellen. In die alte Sakristei wird dann ein Zugang von der Kirche geschaffen und der Marienaltar einige Meter weiter zurückgesetzt. So wird die alte Sakristei zu einer Versöhnungskapelle mit vielfachen Nutzungsmöglichkeiten umgestaltet. Sie wird sicher neben dem Altar selbst und dem Turmportal ein dritter beeindruckender Raum in unserer Kirche werden. Die Detailplanungen laufen derzeit noch.
Durch die Aufteilung der Maßnahme in mehrere zeitlich versetzte Abschnitte, zieht sich die Bauphase in die Länge. Mit der Gesamtfertigstellung ist Ende 2011 zu rechnen.Sakristeianbau von Westen
Die Kosten dieser Baumaßnahmen sind beträchtlich. Dennoch hatten wir zu keiner Zeit Bedenken oder Zweifel, ob unsere Planungen so vertretbar sind. Qualität, Langlebigkeit, Zeitlosigkeit, Solidität, das ist die Basis, Luxus verbietet sich von selbst.

Unsere Eltern, Großeltern und weitergehende Vorfahren haben die Kirche unter tatsächlichen Entbehrungen gebaut, wir werden uns nicht aus der Verantwortung zur angemessenen Unterhaltung herausziehen. Aber wir wollen Wege finden, die finanzielle Belastung auf viele Schultern zu verteilen. Wir bauen und unterhalten die Kirche zur Ehre Gottes.


Wir bauen und unterhalten sie aber auch, um einen kulturellen Mittelpunkt in unseren Gemeinden zu haben. Ohne die historische und architektonische Dimension dieses Gebäudes, wäre Haimbach, Sickels, Niederrode, Reinhards, Rodges und Besges auch nur eine beliebige Ansammlung von Gebäuden ohne wirklichen Mittelpunkt und ohne Seele. Lassen Sie unsere Kirche zu unserem gemeinsamen Mittelpunkt werden und als eine weithin strahlende kultur- und architekturgeschichtliche Besonderheit erhalten.

Erfreulich ist, dass das Bistum diese Maßnahme planerisch und finanziell unterstützt. Dadurch kann das Bauvorhaben leichter realisiert werden. Uns verbleibt ein durchaus überschaubarer Finanzierungsanteil von etwa 200.000 €.

Der normale Haushalt der Pfarrgemeinde ist Kosten deckend, aber ohne nennenswerte Überschüsse. Solche Investitionen müssen daher anders finanziert werden. Zwei Möglichkeiten möchten wir vorstellen:

 

Tatkräftige Mithilfe

Damit haben wir schon begonnen, als der Baubeginn durch Rodungs– und Aufräummaßnahmen vorbereitet wurde. Solche Aktionen werden in Zukunft noch öfter kommen. Wir werden rechtzeitig darauf aufmerksam machen und uns über jede Mitarbeit freuen. Der Umfang solcher Mitarbeit ist spürbar, aber doch begrenzt, weil viele Gewerke durch ausgewiesene Fachleute ausgeführt werden müssen.

Daher dürfte der wesentlich umfangreichere Anteil als Finanzierung zu leisten sein. Das wichtigste Element dabei sind Spenden. Einmalige Spenden oder Spenden per Dauerauftrag oder Lastschrift sind in jeder Größenordnung herzlich willkommen. Spenden helfen sofort! Selbstverständlich erhält jeder Spender auch eine Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt.
Natürlich können Spenden auch Zweck gebunden erfolgen. Spenden können mit einer bestimmten baulichen Ausführung oder Gestaltung einer Einrichtung verbunden werden.


Wenn Sie eine bestimmte Vorstellung oder einen Wunsch haben, zum Beispiel ein Kreuz, eine Figur oder Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände wie Bänke, Stühle, Tische, Schränke, oder besondere Fenster oder Türen, sprechen Sie uns an.

Das aktuelle Zinsniveau für Bankeinlagen ist sehr bescheiden. Wenn Sie also freies, unverplantes Guthaben besitzen, könnten Sie der Pfarrei ein Privatdarlehen anbieten. Mit einem Darlehen an die Kirchengemeinde könnten Sie sich aktiv an der sozialen und religiösen Entwicklung der Gesellschaft beteiligen, -unsererer Pfarrgemeinde-.

Ihr Vertragspartner für ein Privatdarlehen ist die Pfarrei St. Markus Haimbach. Die Rückzahlungen können sehr individuell vereinbart werden. Natürlich gibt es in Notfällen auch eine Ausstiegsmöglichkeit.
Die Zins– und Tilgungsraten erhalten Sie regelmäßig bei Fälligkeit, wobei diese auch als Spende wieder eingebracht werden können.

In Zukunft werden regelmäßige Informationen über die Planung, die Finanzierung und den Baufortschritt erfolgen. Die ersten Termine waren am Samstag, 23.10.2010 und Sonntag, 24.10.2010 jeweils direkt nach dem Gottesdienst in der Kirche. Der nächste Termin ist am Sonntag, 28.11.2010 direkt nach dem Gottesdienst im Pfarrheim mit einer Tasse Kaffe oder einem anderen Getränk.

Allen Spendern und Helfern, sowie allen, die für das Gelingen beten, bereits jetzt ein herzliches "Vergelt´s Gott!“

Wenn Sie sich engagieren wollen, sprechen Sie direkt unseren Pfarrer, Markus Schneider, Tel. 0171 6578175, oder unsere Rendantin, Mechthild Mehler, Tel. 0661 76117 an. Sie zeigen ihnen Möglichkeiten auf.

Spendenkonten:
Sparkasse Fulda RB Haimbach
BLZ 530 501 80 BLZ 530 620 35
Konto-Nr. 4003 20 90 Konto-Nr. 5704 774